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10. März 2018 Kreisverband

Potentielles Risiko durch AKW Cattenom

Zum 7 Jahrestag der Atomkatastrophe von Fukushima haben sich Aktivisten von Attac, "Cattenom non Merci" und der Partei die Linke in Mettlach zu einer Aktion auf der Mettlacher Brücke getroffen um an den schrecklichen Unfall und seine Folgen zu erinnern. Hierzu die umweltpolitische Sprecherin und Kreisvorsitzende der Linken, Dagmar Ensch-Engel :" Nach dem Unfall in Fukushima hatte man den Eindruck, dass alles getan werden sollte um einen Ausstieg aus der Atomenergie zu forcieren. Auch der damalige Französische Präsident kündigte an , alte, störanfällige Meiler zu schließen. So wie es aussieht wird Cattenom nunmehr noch länger am Netz bleiben, wie ursprünglich vorgesehen." Aus Sicht der Politikerin stellt der Pannenreaktoren in direkter Grenznähe ein immer größer werdendes Sicherheitsrisiko für die Region dar. Mit insgesamt über 800 Störfällen seit der Inbetriebnahme häufen sich die Zwischenfälle inzwischen massiv. In den letzten Wochen gab es 8 Störfälle und am 9.3.2018 sogar 2 an einem Tag. " Es kommt vermehrt zu Rauchentwicklungen in der Elektroinstallation oder verursacht durch Überlastungen von Pumpen," so Ensch-Engel weiter, " was bei dem Alter der Anlagen nicht verwundert!" Bisher wurden alle Aufforderungen der Linken zur Intervention auf Abschaltung der Anlage nicht umgesetzt ,auch gab es bisher keine konkreten Vorschläge zu einer Unterstützung ,gemeinsam mit Luxemburg ,zum Rückbau des Reaktors.

Ensch-Engel abschließend :" Wir sitzen auf einem Pulverfass und appellieren jetzt an unsere saarländischen Vertreter in Berlin, Frau Kramp-Karrenbauer, Herrn Altmeier und Herrn Maas, sich für die Sicherheit des Saarlandes einzusetzen ,die Abschaltung des Pannenreaktors in Cattenom zu fordern und entsprechende Maßnahmen zum Ausstieg zu erarbeiten."